Die Bootstour vor zwei Tagen war so beeindruckend, dass wir beschlossen, noch eine weitere Tour zu buchen, diesmal mit dem Ziel, mit Delfinen zu schwimmen! Im Marlborough Sound kann man fünf Delfinarten antreffen: Mit Orcas möchte man eher nicht schwimmen, aber Gemeine Delfine (Common dolphins), Schwarzdelfine (Dusky Dolphins) und Tümmler eignen sich nicht nur dazu, sondern haben auch selbst Spaß an der Interaktion. Generell gilt, dass die neuseeländischen Angebote für solche Begegnungen sehr streng reglementiert sind und sehr darauf geachtet wird, dass das Tierwohl sichergestellt ist und die Tiere nicht in ihrem natürlichen Verhalten gestört werden. Hectordelfine sind eine der kleinsten Delfinarten weltweit und kommen nur in Neuseeland vor. Man geht davon aus, dass es insgesamt noch ca. 15000 von ihnen gibt, aber die Population der kleinen Unterart, die nur im Marlborough Sound lebt, besteht nur noch aus ca 35 Tieren. Deshalb gelten für sie besondere Schutzbedingungen. Bereits zwei Tage zuvor hatten wir schon einige von ihnen gesehen, aber auf der Suche nach Delfinen, mit denen man schwimmen könnte, stieß das Boot auf eine große Gruppe insgesamt ca. 20 Tiere, darunter drei Kälber! Wir konnten bei besten Bedingungen sehr lange beobachten, wie sie sich gegenseitig mit wilden Sprüngen zu beeindrucken versuchten, auf der Bugwelle des Bootes ritten oder auch nah an den Bug heran schwammen und heraussprangen, um die Menschen zu beobachten. Wir hätten es kaum für möglich gehalten, aber diese Begegnung war noch deutlich intensiver, als die vorangegangene. Und auch die Crew und der begleitende Tierfotograf waren ganz aus dem Häuschen (die Fotos hier sind alle von uns geschossen).
Weiter ging es in Richtung Westen, wo wir eine schöne kleine Wanderung durch das Crook Waimarama Sanctuary bei Nelson machten und bei bestem Wetter diverse Vögel vor der Kulisse eines bewaldeten Tals mit einem kalten Bergbach beobachten konnten. Dort gelang es Lisanne auch, Tauhous zu fotografieren! Einfach, weil es sich gerade anbot, nahmen wir auch am aktuellen Sommer-Fotowettbewerb des Reservats teil und eines unserer Fotos (s.u.) wurde tatsächlich als Gewinnerfoto ausgewählt!
Nelson selbst hatten wir bereits auf unserer Reise 2023 besucht, deshalb haben wir dort nur kurz für eine Stärkung gehalten, als wir nach Mārahau fuhren, von wo aus wir am nächsten Tag in den Abel Tasman Nationalpark wanderten. Bestes Wetter, goldene Strände mit klarem Wasser, in dem wir sogar beide (!) schwammen, und ein ausgedehnter Spaziergang durch lichten Küstenwald mit großartigen Ausblicken und der obligatorischen Wegelagerei durch Wekas rundeten wir abends mit einem Besuch im gemütlichen Park Cafe, direkt am Zugang zum Abel Tasman Costal Track, ab – unsere Erinnerung an die beste Pizza der 2023er Reise wurde dort mühelos bestätigt.


























