Mokau und Kapiti Island

Wir haben unsere erste Nacht in unserem neuen Dachzelt auf einem Campingplatz direkt am Meer verbracht. Der intensive Regen, der uns schon in den letzten Tagen begleitet hat, ist uns zwar noch ein bisschen nach Süden gefolgt, hat aber passende Pausen eingelegt, sodass wir eine wirklich angenehme Nacht in unserem trocken aufgebauten und dichthaltenden Zelt verbringen konnten. Und auch mit unserem Auto sind wir sehr zufrieden: Gerade auf den langen Überlandstrecken erweist es sich so bequem wie erhofft – und in der Stadt werden wir hoffentlich möglichst wenig darauf zurückgreifen müssen.

Wir hatten schon sehr lange vor, Kapiti Island zu besuchen, eine seit ein paar Jahrzehnten raubtierfreie Insel, auf der sich die lokale Vogelwelt erholen konnte, sodass sich dort einige besonders seltene Arten und eine generelle Vielfalt beobachten lässt, die ihresgleichen sucht. Täglich dürfen nur 50 Menschen die Insel betreten und wir hatten das Glück, das an einem sonnigen Tag zu tun. Und auch mit den Vögeln hatten wir viel Glück: Takahē, Kōkako, Kākāriki, Hihis, Toutouwai, Pōpokotea und Pīwakawaka waren überall zu hören und zu sehen, genauso wie Kākās, die nahezu ebenso neugierigen und intelligenten Verwandten der Keas. Ein Exemplar von ihnen hatte besonders viel Spaß mit uns: Es wusste sehr genau, wie man Reisverschlüsse öffnet (natürlich hatten wir das entsprechende Fach in unserem Rucksack vorher geleert, sodass sich dort nichts finden ließ, was ihn aber nicht demotivierte) spazierte eine Weile neben uns her und ließ sich auch sehr gerne ein Stück des Weges tragen.

Ein wirklich schöner Ausflug und auf jeden Fall eine Empfehlung, wenn man sich für die neuseeländische Vogelwelt begeistern kann, und bestimmt nicht unser letzter Besuch dort.

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